

„Brokele te Voot“ – Dorfwanderweg
Kommermühle (unterste Mühle)

Die als „untere“ bzw. „unterste“ Mühle bezeichnete Wassermühle ist zusammen mit der obersten Mühle die älteste Mühle in Brachelen. Sie soll bereits vor 1343 erbaut worden sein.
Sie wurde zunächst für einen Zeitraum von ca. 500 Jahren als Getreidemühle und dann als Ölmühle betrieben. Ursprünglich gehörte sie den Herren zu Heinsberg und wurde verpachtet – unter anderem an Arnold von Gruithausen (s. Haus Blumenthal).
Die Zeichnung rechts auf diesem Schild stammt aus dem Jahr 1844 und bezieht sich in erster Linie auf die Erneuerung der Brücke über den Teichbach, zeigt aber auch die beiden Mühlräder der unteren Mühle.
Im Jahre 1904 wurde die Mühle an die Firma Hirtz und Kommer verkauft, die hier eine Pappenfabrik einrichteten, in der, nicht belegten Erzählungen zufolge, unter anderem Spezialpappe für die Firma Borgward, ein großes Bremer Unternehmen, das vor allem Autos baute, hergestellt wurde. Als dieser Hauptabnehmer Anfang der 1960er Jahre in Konkurs ging, musste auch die letzte Brachelener Pappenfabrik schließen.
In den Jahren 1973–1980 war die Firma Wilhelm Over („Eloxal“) in der alten Mühle ansässig. Von ca. 1985 bis 2019 diente die Mühle als Wohnhaus, ansonsten als Lager und Autoreparaturwerkstatt.
Nach dem Verkauf im Jahre 2019 wurde versucht, mittels Fördergeldern aus dem Programm „Dritte Orte“ eine Kulturstätte zu errichten (KultUrmühle). Nach dem Scheitern dieser Bemühungen stand die Mühle für verschiedenste Veranstaltungen (Lesungen, Heimatfeste, Kunstausstellungen, Geflügelausstellungen) zur Verfügung, beherbergt seit 2024 den Taubenverein „Concordia“ und dient ansonsten als Lagerraum.
(Keine zusätzlichen Informationen vorhanden)





















