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„Brokele te Voot“ – Dorfwanderweg

Tönishof

Tönishof

Die Ursprünge unseres sehr alten Dorfes Brachelen lassen sich nicht mehr mit Gewissheit

nachweisen. Zu den Anfängen Brachelens gibt es zwei Theorien:

Nach der einen, besser belegten Anpassung liegt der älteste Teil des Ortes hier am

Tönishof im Oberdorf. Dort soll ein fränkischer Königshof, Antoniushof genannt,

schon um ca. 800 n Chr. existiert haben. Funde von Mauerresten

und fränkischen Gräbern belegen dies. Zudem sprechen die heutigen und früheren

Straßennamen (Kirchgrabenstraße, Grabenstraße,

früher noch Prinzen-, Bach- und Wallgraben) für eine befestigte Siedlung an dieser

Stelle. Ausdrücklich erwähnt ist das Königsgut in einer Urkunde aus dem Jahre 1204, mit der Kaiser Philipp von Schwaben dieses fränkisches Königsgut dem Erzbischof von Köln schenkte.

Andere sehen den Ursprung im Unterdorf, in der Nähe des Scherpenbergs, wo es auch zahlreiche Funde aus römischer Zeit gab. Vieles spricht dafür, dass es lange Zeit zwei Orte gab. Dafür gibt es zahlreiche Indizien: Der Ort hieß früher Ober- und Nieder-Brachelen; er hatte mit der Annakapelle und der Pfarrkirche zwei Gotteshäuser; der im Unterdorf gesprochene Dialekt war limburgisch-niederdeutsch und damit von dem des Oberdorfs verschieden;

es gab zwei Schulbezirke bis zum Neubau unsere Grundschule (s.dort), zeitweise zwei Bürgermeister

und zwei Steuerbezirke sowie zwei Gemeindewiesen („oberer und unterer Driesch“). Auch auf alten Karten lässt sich gut erkennen, dass es ursprünglich zwei Dorfzentren gab und das Dorf wohl allmählich, mehr oder weniger, entlang der Kante des Rurtals zusammengewachsen ist. Nicht zuletzt gab es zunächst auch zwei Fußballvereine („Fußballclub Borussia“ und „Germania Brachelen“ (Oberdorf) und bis heute werden gerne „Nicklichkeiten“ zwischen Ober- und Unterdorf ausgeteilt.

(Keine zusätzlichen Informationen vorhanden)

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