

„Brokele te Voot“ – Dorfwanderweg
Kempervilla

Bei der Villa handelte es sich um ein in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts im klassizistischen Stil errichtetes herrschaftliches Haus mit 23 Zimmern. Es war außergewöhnlich exklusiv ausgestattet mit viel Marmor, Schwedengranit und Blaustein und repräsentierte damit den großen Reichtum der Familie Kemper/Francken.
Die Villa war angeblich ca. 20 m hoch und hatte fünf Ausgänge. Besonders imposant war der Haupteingang vom Hof aus mit einer 5 m hohen und 3 m breiten Eingangstür, zu der man über eine reich verzierte Blausteintreppe mit zwölf Stufen gelangte.
Das Grundstück, auf dem sich die Villa und die Kemper Mühle (s. Station 25) befanden, war vollständig von einer 65 m langen Mauer umgeben.
Durch den Haupteingang an der Hauptstraße führte quer durch den Garten bis zur Villa die „Königsallee“, ein etwa 100 m langer, von Walnussbäumen und Edelkastanien gesäumter Weg.
Im Krieg wurden Mühle und Villa zerstört. Die Ruine der Villa diente nach dem Krieg zahlreichen Brachelener Familien, die ihr Zuhause verloren hatten, als erste Unterkunft.
Das jetzige Neubaugebiet am Kemperweg entstand in der ersten Hälfte der siebziger Jahre.
(Keine zusätzlichen Informationen vorhanden)



