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„Brokele te Voot“ – Dorfwanderweg

Haus Horrig

Haus Horrig

Das ehemalige Rittergut war mit einiger Wahrscheinlichkeit der Stammsitz des Adelsgeschlechts der „von Bracheln“, das schon zu Beginn des 13. Jahrhunderts urkundlich erwähnt wird.

Das Geschlecht „von Brachel“ hat bis in unsere Zeit überlebt. Die Nachfahren lebten wohl in Tetz. Im Jahre 1964 starb Franz Freiherr von Brachel als letzter der Linie kinderlos.

Die Bezeichnung Haus Horrig bzw. Horrich findet sich erst im 15. Jahrhundert.

Die adlige Familie des Hauses Horrig wie auch die der Güter Wedau, Berg und Großkünkel folgten der calvinistischen Lehre, und auf Haus Horrig wurde auch ein Konzil der „Reformierten“ für die Gebiete Jülich-Kleve-Berg abgehalten.

Mitte des 17. Jahrhunderts starb die Linie Horrig aus. Im weiteren Verlauf kamen zahlreiche andere adlige Familien in den Besitz des Gutes.

Im Jahre 1833 kauften die Eheleute Arnold Packenius und Josefa Gerhards das Gut, das nun in bürgerlicher Hand war.

In der Folgezeit wurde eine Gaststätte (später mit einer Außenkegelbahn) betrieben, die erst in den 1950er Jahren geschlossen wurde und bis dahin ein beliebtes Ausflugslokal war.

Neben der Landwirtschaft gab es dort auch eine Gerberei sowie ein Weiden- und Korbgeschäft. Von 1860 bis 1898 befand sich darüber hinaus noch eine Ziegelei auf dem Gelände.

Sodann ging das Gut durch Kauf an das Ehepaar Ludwig Zitzen/Eva Grittern über, deren Nachfahren bis 2017 Eigentümer waren. Im Jahre 2017 wurde es von der Familie Verdang erworben und dient als Wohnhaus.

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