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„Brokele te Voot“ – Dorfwanderweg

Haus Berg

Haus Berg

Der Name „uf den Berg“ oder heute noch im Brachelener Platt „op de Berch“ heißt wohl so viel wie „geborgen vor dem Feind“.

Als sicher kann angenommen werden, dass es sich wie Haus Blumenthal, Horrig (Horrich), Gut Wedau, Groß- und Kleinkünkel um einen Rittersitz als Lehen der Rentei Heinsberg gehandelt hat.

Die Größe betrug Ende des 16. Jahrhunderts 46 Morgen Acker-, 15 Morgen Wiesen-, 24 Morgen sonstiges Land sowie eine Buschgerechtigkeit am Kapbusch.

Nachdem seit 1863 P. J. Rademacher Pfarrer in Brachelen geworden war, kaufte er zwei Jahre später Haus Berg dem damaligen Eigentümer, dem Freiherrn von Hövel, ab und richtete dort fortan das „Maria Hilf“-Hospital mit Altersheim, Waisenhaus und „Kleinkinderbewahranstalt“ sowie einer Nähschule ein. Er schenkte Haus Berg der katholischen Kirche Brachelen mit der Auflage, es für alle Zeiten für gemeinnützige und mildtätige Zwecke zu nutzen.

Hintergrund für diese Einrichtung war der Mangel an Heimen und Krankenhäusern sowie die Überforderung der Gemeinden, die eigentlich die Aufgabe hatten, sich um die Armen und Kranken zu kümmern. Weit und breit gab es zu dieser Zeit kein Krankenhaus.

Geleitet wurde das Hospital von Franziskanerinnen von der Heiligen Familie aus Löwen in Belgien, die in Brachelen am 19.06.1865 eintrafen und hier bis 1976 wirkten. Neben den pflegerischen Tätigkeiten gaben sie zunächst auch an der Brachelener Volksschule Unterricht.

In den ersten Jahrzehnten diente Haus Berg im Wesentlichen als Krankenhaus und Lazarett mit ca. 40 Betten, das im Jahre 1911 durch ein Isolierhaus erweitert wurde, um auch ansteckende Krankheiten besser behandeln zu können.

Nach und nach änderte sich der Charakter des Hauses hin zu einem Alters- und Pflegeheim, das es bis heute geblieben ist.

Wie viele andere Gebäude unseres Dorfes auch, blieb auch Haus Berg im Krieg nicht von Zerstörung und Plünderung verschont.

Nachdem im März 1945 die ersten Brachelener Flüchtlinge begonnen hatten, den Ort wieder aufzubauen, wurde bereits im Herbst 1945 der Pflege- und Altenheimbetrieb wieder aufgenommen.

Die letzten Ordensschwestern wurden vom Mutterhaus im Jahre 1976 abgezogen. Damit war das Kapitel des Klosters Maria Hilf beendet. Seitdem wird das Kloster als „Haus Berg“ von der Kirchengemeinde Brachelen, mittlerweile als gemeinnützige GmbH, weiterbetrieben und hat sich bis heute zu einem der größten Arbeitgeber des Stadtgebietes mit Standorten in Hilfarth, Ratheim, Linnich, Gereonsweiler und Setterich ständig weiterentwickelt.

(Keine zusätzlichen Informationen vorhanden)

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