

„Brokele te Voot“ – Dorfwanderweg
Bergerhof

Jean Burggraef (+ 1974) führte auf der Hauptstraße im Haus neben der Gaststätte Voegels eine gut gehende Schlosserei und war unter anderem auch Eigentümer des großen Wiesengrundstückes neben Haus Berg am Teichbach – des sogenannten „Bergerhofes“.
Als im Krisenjahr 1923 die Geschäfte für die Schlosserei schlecht liefen und es keine Aufträge gab, machte Jean Burggraef seinen Arbeitern den Vorschlag, zu einem geringeren Lohn im Wiesengelände am Bach einen Park mit Fischteichen, Laubengängen und einem kleinen Steinhaus anzulegen.
So entstand am „Bergerhof“ der großzügig angelegte „Freizeitpark“, in dem die Brachelener Herrschaften flanieren und feiern konnten.
Nach dem Krieg war von der liebevoll gepflegten Herrlichkeit am Bach nur noch eine Mondlandschaft übriggeblieben: Die Teiche waren zerstört, und beim Kampf um den Übergang über die Rur hatten Bomben tiefe Trichter hinterlassen.
In den Jahren der Trümmerbeseitigung und des Wiederaufbaus wurde fast der gesamte Kriegsschutt des stark zerstörten Dorfes Brachelen von Bauern mit Pferdewagen in die ehemalige Parkanlage gekarrt und dort mühsam planiert.
Als Erweiterung des durch Kriegseinwirkung beschädigten kleinen Steinhauses durfte Hans Schüngeler, dem die Ehefrau von Jean Burggraef die Trümmerlandschaft übertragen hatte, nach dem Krieg ein Haus bauen und die zerstörte Parklandschaft neu gestalten.



